Von der Webstube zum WohnWerk.

Ein Ort für Menschen mit Beeinträchtigung.

 

Alles begann in zwei kleinen Zimmern, ausgerüstet mit einem Eisenofen und zwei geschenkten Webstühlen: An einem Sommertag im Jahr 1917 öffnete die Basler Webstube ihre Pforten. Zwei junge Männer nahmen ihre Arbeit auf, betreut von einer älteren Dame.
 Heute leben und arbeiten mehr als 140 Menschen mit geistiger Beeinträchtigung in der ehemaligen Basler Webstube. Seit über neunzig Jahren ist die Institution an der Missionsstrasse in Basel beheimatet. Die Webstühle stehen längst im Museum, die Unterstützung der Menschen mit einer Beeinträchtigung beim Arbeiten und Wohnen als Aufgabe ist geblieben.

1917 Der Verein Basler Webstube entsteht mit dem Ziel, Menschen mit Beeinträchtigung Arbeit zu verschaffen. Dank der Initiative von engagierten Baslern kann die Webstube ins Leben gerufen werden.

1925 Der Verein kauft das gesamte 5000 Quadratmeter grosse Areal zwischen Missionsstrasse und Nonnenweg in Basel.
    
1946 Die Werkstätten der Webstube sind sanierungsbedürftig. Architekten erarbeiten Renovations- und Umbauprojekte.

1951 Die Arbeitsrappenkommission beschliesst, 30 Prozent der Renovationskosten zu übernehmen. Dennoch steht das Renovationsprojekt auf wackligen Beinen. Private und der Staat müssen einspringen.

1960 Eröffnung der neuen Werkstatt. Neben der Textilfabrikation übernehmen die Klienten erste Aufträge aus der Industrie. 

1971 Die Textilproduktion wird eingestellt, der letzte Webstuhl kommt ins Museum. Seither werden ausschliesslich Arbeiten im Auftrag von Unternehmen, vor allem aus der Verpackungs- und Montageindustrie, ausgeführt. 

1981 Eröffnung des Wohnhauses an der Missionsstrasse in Basel.

2001 Eröffnung des Wohnhauses an der Austrasse in Basel.

2005 Die Sanierung der Gebäude und das Erfüllen von gesetzlichen Auflagen machen Investitionen von mehreren hunderttausend Franken notwendig. Der Vorstand entscheidet sich via Wettbewerb für das Neubauprojekt der Basler Architekten Christ & Gantenbein. 

2006 Baueingabe und Entscheid für den neuen Namen «WohnWerk». Das Bundesamt für Sozialversicherungen sichert Baubeiträge zu.

2007 Die Werkstätten und das Wohnhaus siedeln in geeignete Ersatzräumlichkeiten um. Abriss und Beginn des Neubaus.

2010 Einzug in die neuen Gebäude. Das WohnWerk wird eine eigenständige Stiftung.

2013 Einführung des Konzepts der Funktionalen Gesundheit.

2014 Eröffnung des Büros für leichte Sprache.

2016 Intensiv ambulante Wohnbegleitung wird angeboten.